Intensive Intervalltherapie Stottern
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Vorteile des Konzeptes

Die Intensive Intervalltherapie Stottern knüpft konzeptionell an die VIERMALFÜNF Therapie an. Die VIERMALFÜNF Therapie wurde seit 1987 von Andreas Starke und KollegInnen mit insgesamt über 57 Gruppen von stotternden Jugendlichen und Erwachsenen, d.h. mehr als 800 Patienten durchgeführt.

(1) Die zeitliche Struktur mit 1-4 Therapiesitzungen pro Tag an vier bis fünf aufeinanderfolgenden Tagen (Intensivformat) hat den Vorteil, dass sich die TeilnehmerInnen ohne Alltagsbelastungen und -ablenkungen mit dem Thema Stottern befassen. Insbesondere vor dem Hintergrund hirnphysiologischer Zusammenhänge wird in den meisten Fällen eine wichtige Erfahrung der Normalisierung der individuellen Stresssysteme erreicht, die erfahrungsgemäß in der üblichen wöchentlichen Einzeltherapie ausbleibt.

(2) Das Format Gruppentherapie, welches sich in Großgruppe und Kleingruppen gliedert bietet die Möglichkeit des Lernens am Modell der Anderen, unterstützt die gegenseitige Motivation und bietet Raum für das Sharing von Erfahrungen.

(3) Die therapiefreien Zeiträume zwischen den Intensivabschnitten (Intervallformat) bieten für die PatientInnen die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten zur Umsetzung der Aufgaben im realen Alltag zu testen und Unterstützung bei sog. “Rückfällen” zu bekommen. Durch wöchentliche Videositzungen mit der Gruppe und den TherapeutInnen ensteht eine bedarfsorientierte kleinschrittige therapeutische Unterstützung.

(4) Die Erfahrung mit den bisherigen Gruppen hat gezeigt, dass die Arbeit in der Gruppe meist bessere Langzeitergebnisse ermöglicht und damit wirtschaftlich ist.

(5) Gruppentherapie wird bei Stottern sowohl im aktuellen Heilmittelkatalog (gültig ab 01.01.2021) als auch in der Leitlinie Redeflussstörungen ausdrücklich empfohlen. Überregionale Gruppenangebote im vorliegenden Format sind somit eine wichtige Alternative zur klassischen Einzeltherapie mit wöchentlich 1-3 Sitzungen.

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